Traumatherapie mit EMDR
(Eye Movement Desensitization und Reprocessing )

In der Traumatherapie mit EMDR nutzt man rasche Augenbewegungen, um bestimmte traumatische Sinneseindrücke und Erinnerungen zu „verwischen“ und so die belastenden Emotionen zu lindern.

Dazu wird die Traumatherapie in Verbindung mit dem kinesiologischen Muskeltest eingesetzt.

Was ist ein Trauma?

Wenn wir in unserem Leben eine Situation erleben, auf die wir nicht ausreichend vorbereitet sind und  in der unsere Bewältigungsstrategien nicht mehr ausreichen, kann es sein, dass wir traumatische Sinneseindrücke und Erinnerungen zurückbehalten.

Diese Situationen können Stürze oder Unfälle sein, aber auch der Verlust einen geliebten Menschen oder Tieres (Tod, Trennung…), das Mobbing auf der Arbeit oder in der Schule, von Missbrauch oder Kriegserfahrungen ganz zu schweigen.

Aber auch so alltägliche Situationen wie medizinische Eingriffe oder Operationen können uns nachhaltig beeinflussen. Oftmals sind es nicht einmal Dinge und Situationen, die uns selbst betreffen, deren Zeuge wir aber werden.

Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass die Auswirkungen, die eine traumatische Situation auf uns hat, mit dem Ausmaß der Bedrohung übereinstimmt. Traumata richten sich jedoch oft nicht danach, was wir erleben, sondern wie wir darauf reagieren.

Vielfach ist es nicht nur eine, sondern eine Reihe von Situationen, die uns nachhaltig aus dem Gleichgewicht bringen können.

Trigger

Manchmal sind diese Sinneseindrücke an z.B. Gerüche oder Geräusche gekoppelt, so dass wir, oft ohne es zu wissen in unserem Alltag sogenannten Triggern ausgesetzt sind.

Diese Trigger können zu Gefühlen der Traurigkeit bis hin zu Panikattacken führen und oft bringen wir unsere Leiden gar nicht mit früheren Erlebnissen in Verbindung. Sie scheinen keine direkte Verbindung zum Erlebten zu haben oder äußern sich eventuell so, dass wir den Zusammenhang nicht erkennen können. Oft auch, weil Tage, Wochen, Monate, manchmal sogar Jahre zwischen dem Ereigniss und unserem Reagieren darauf liegen können.

Traditionell wird die Traumatherapie eingesetzt bei:

  • Schlafstörungen und Alpträumen
  • Ängsten
  • Gefühlen von Wut und Hilfslosigkeit
  • Erhöhter oder verminderter Aktivität (Lethargie)
  • Traurigkeit
  • sozialem Rückzug
  • Reizbarkeit oder Lethargie
  • Verspannungen
  • Bettnässen
  • Verdauungsbeschwerden